Die Diagnose mittels Verlustfaktormessung bei 0,1 Hz Sinusspannung liefert eine differenzierte Aussage über den Alterungszustand von PE/VPEKabeln. So wird zwischen neuen, schwach oder stark .water-tree geschädigten Kabeln differenziert. Damit kann die Austauschdringlichkeit von Kabeln bestimmt werden.

Die Kombination des programmierbaren Prüfgenerators PHG 70 oder PHG 80 mit dem BAUR Verlustfaktormess-System ergibt das Kabelprüf- und Diagnosesystem PHG TD. Die Bedienung erfolgt uber die PC-Steuerung. Im Menü können Verlustfaktormessung und Diagnoseabläufe programmiert werden, nach denen automatisch die Verlustfaktormesswerte bei verschiedenen Spannungsstufen ermittelt und einer anschließenden Bewertung zugeführt werden.  Im Programm können dabei alle wichtigen Kabeldaten hinterlegt werden. Die schrittweise entstehende Kabeldatenbank, die betriebliche Bewertung, die Diagnoseergebnisse werden auf Basis historischer Entwicklung einer Kabelanlage gespeichert. Zur Überwachung des Ausmaßes von Leckströmen (z.B. über die Oberfläche von Endverschlüssen), die nicht in die Verlustfaktormessung eingehen, dient die Leckstromanzeige in uA.

Das System PHG TD ist in mehreren Varianten erhältlich. Neben der Einbauversion im Kabelmesswagen wird das System auch, erweitert als Teilentladungsmesssystem, auf Europalette montiert geliefert. Kundenspezifisch werden von BAUR für verschiedene Anschlussbedingungen in einer Kompaktstation oder Stationen in offener Bauform gesonderte Anschlussleitungen und Adapter angeboten.

Die wichtigsten Vorteile

  • Größter Dynamikbereich der Tan Delta Messgrose von 1 bis 10-4 mit einer Kabelkapazitat >10 nF bis 20 uF 
  • Hohe Auflösung +/- 1.10-5 auch bei neuen PE/VPE Kabeln anwendbar 
  • Unempfindlich gegenüber Störeinflüssen durch komplette Netztrennung 
  • Geringster Zeitaufwand für die Beurteilung eines Mittelspannungskabels (3-phasig ca.1Std.) 
  • Keine Abhängigkeit der Diagnosegröße von der Kabellänge 
  • Menugeführte Steueroberfläche (Windows 2000) 
  • Automatischer Diagnoseablauf nach individueller Programmierung 
  • Moglichkeit der Definition von Abbruchkriterien bei Grenzwertüberschreitung 
  • Uberwachung parasitarer Leckstrome 
  • Numerische und grafische Darstellung der Verlustfaktormesswerte als Funktion der Spannung 
  • Größere Zuverlässigkeit bei der Beurteilung durchgehen .water tree gealterter Kabel mit niedriger Restfestigkeit 
  • Keine Einschränkung durch die Lange der Anschlussleitung, daher Eignung für problematische Anschlussgegebenheiten (z.B. Maststationen) 
  • Messbereichserweitung fur kleine Lasten ab > 500 pF (Option)